Stadt Thun budgetiert für 2027 eine schwarze Null
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Eine schwarze Null im Budget 2027
Andrea de Meuron und Stefan Christen.Das Budget der Stadt Thun 2027 ist mit je 335 Millionen Aufwand und Ertrag ausgeglichen, beinhaltet aber auch Herausforderungen: Während die Steuererträge weiterhin eine stabile Grundlage für den Finanzhaushalt bilden, stehen das operative Ergebnis und die Finanzierung der umfangreichen Investitionen unter Druck. «Dank einer umsichtigen Finanzplanung, einer konsequenten Ausgabendisziplin und dem in den vergangenen Jahren aufgebauten finanziellen Rückstellungen kann das Budget dennoch ausgeglichen gestaltet werden. Dies unterstreicht die finanzielle Stabilität der Stadt auch unter anspruchsvollen Rahmenbedingungen», sagt Gemeinderätin Andrea de Meuron, Vorsteherin Direktion Finanzen Ressourcen Umwelt.
Hoher Finanzierungsbedarf in den kommenden Jahren
Auch in den Jahren 2027 bis 2030 rechnet die Stadt aufgrund der aktuellen Plangrundlagen mit ausgeglichenen Erfolgsrechnungen. Gleichzeitig sind in diesem Zeitraum überdurchschnittlich hohe Investitionen vorgesehen. Die drei Schulbauprojekte Strättligen, Lerchenfeld und Neufeld lösen zusammen ein Investitionsvolumen von rund 137 Millionen Franken aus und zählen damit zu den grössten anstehenden Infrastrukturvorhaben der Stadt. Diese Investitionen führen zu einem zusätzlichen Finanzierungsbedarf, einer höheren Verschuldung sowie steigenden Abschreibungs- und Zinskosten. Dadurch wird der finanzielle Handlungsspielraum der Stadt künftig stärker eingeschränkt. Mittel- und langfristig beurteilt der Gemeinderat die Entwicklung der Verschuldung als verantwortbar. Die geplanten Investitionen schaffen Werte für die Zukunft und sichern die Qualität der städtischen Infrastruktur.
Starke Eigenkapitalbasis
Die Entwicklung der städtischen Finanzen erfordert auch in den kommenden Jahren eine vorausschauende Steuerung. Die Stadt Thun kann die Investitionen dank ihrer starken Eigenkapitalbasis stemmen: Die Spezialfinanzierungen, der Bilanzüberschuss und das hohe Nettovermögen ermöglichen es der Stadt, vorübergehend auch höhere Defizite zu tragen.
«Ein stetiger Abbau dieser Reserven ist jedoch keine nachhaltige Lösung. Unser Ziel muss es sein, strukturelle Defizite zu vermeiden und Aufwand und Ertrag langfristig wieder ins Gleichgewicht zu bringen, um die finanzielle Handlungsfähigkeit der Stadt zu erhalten», sagt Andrea de Meuron.
Nebst dem Budget behandelt der Stadtrat am 19. November 2026 auch den Aufgaben- und Finanzplan 2027 bis 2030.
Text und Bild: Stadt Thun
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