Wimmiser Gemeinderechnung 2025 schliesst deutlich besser ab als erwartet
Die Gemeinderechnung 2025 der Gemeinde Wimmis schliesst dank eines ausserordentlich guten Steuerertrags erneut wesentlich besser ab als budgetiert. Auch die Erhöhung des Stellenetats sowie ein Nachkredit wurden von den 72 anwesenden Stimmberechtigten einstimmig genehmigt.
Dass die Gemeinderechnung besser ausfällt als das Budget, ist in Wimmis keine Seltenheit. Im Jahr 2025 betrug die Differenz jedoch beeindruckende 1,6 Millionen Franken. Anstelle des budgetierten Defizits erzielte der Steuerhaushalt einen Überschuss von 1,2 Millionen Franken.
Hauptgrund dafür ist der rekordhohe Steuerertrag. Sowohl bei den natürlichen als auch bei den juristischen Personen wurden die Erwartungen deutlich übertroffen, wie Finanzvorsteher Andreas Josi erklärte. Dank dieses erfreulichen Ergebnisses konnten die Schulden weiter reduziert und das Eigenkapital ausgebaut werden. Dies schaffe eine solide Grundlage für die Zukunft und erleichtere die Finanzierung der zahlreichen anstehenden Investitionen.
Die Gemeindeversammlung nahm die erfreulichen Zahlen mit Genugtuung zur Kenntnis und genehmigte die Jahresrechnung 2025 einstimmig.
Bauverwaltung benötigt zusätzliche Stellenprozente
Seit Jahren ist die Bauverwaltung der Gemeinde stark ausgelastet. Einerseits sorgen zahlreiche Bauvorhaben für einen hohen Arbeitsaufwand, andererseits werden die Verfahren durch immer neue gesetzliche Vorgaben zunehmend komplexer.
Eine Arbeitsplatzbewertung ergab einen Bedarf von 2,7 Vollzeitstellen, was 0,7 Stellen mehr entspricht als derzeit vorhanden sind. Dies bedeute rund 1’300 fehlende Arbeitsstunden pro Jahr und wirke sich negativ auf sämtliche Bereiche der Bauverwaltung aus, erklärte Bauvorsteherin Sabine Grötsch.
Damit der Gemeinderat den Personalbestand erhöhen kann, musste der Gesamtstellenetat angepasst werden. Da hierfür die Gemeindeversammlung zuständig ist, wurde über die Erhöhung auf insgesamt 1’600 Stellenprozente abgestimmt. Die Vorlage wurde ohne Diskussion und einstimmig angenommen.
Nachkredit für Strassensanierung bewilligt
Ganz vermeiden lassen sich Kreditüberschreitungen nicht. Für die Strassensanierung sowie den Ersatz von zwei Wasserleitungen im Gebiet Lochmatte musste deshalb ein Nachkredit von etwas mehr als 50’000 Franken beantragt werden.
Gemeinderat Daniel Schmid erklärte, dass das Projekt zwar höhere Kosten verursacht habe, gleichzeitig jedoch auch umfangreichere Bauarbeiten ausgeführt worden seien. Die zusätzlichen Ausgaben hätten somit einen entsprechenden Gegenwert geschaffen. Die Stimmberechtigten teilten diese Einschätzung und genehmigten den Nachkredit ebenfalls einstimmig.
Aktuelles aus dem Gemeinderat
Ratspräsident Bruno Stucki informierte über aktuelle Themen aus dem Gemeinderat. Die Sanierung der Autobahn werde noch einige Zeit Auswirkungen auf die Gemeinde haben, insbesondere im Herbst, wenn der Verkehr während mehrerer Wochen durch das Dorf umgeleitet werden müsse.
Zudem appellierte er an die Bevölkerung, die Massnahmen zur Bekämpfung des Japankäfers zu unterstützen. Der Schädling verursache in verschiedenen Kulturen erhebliche Schäden und müsse konsequent eingedämmt werden.
Nach wenigen Wortmeldungen aus der Versammlung konnte Gemeindepräsidentin Barbara Josi die rund einstündige Gemeindeversammlung schliessen und die Anwesenden zu Bratwurst und Bier einladen. Aufgrund des nasskalten Wetters fiel der gesellige zweite Teil zwar etwas kürzer aus als in anderen Jahren, der guten Stimmung tat dies jedoch keinen Abbruch.












