50. Ausgabe des «2. Jänner-Knackers»

Der 2. Jänner-Knacker feiert Jubiläum – und öffnet sein Archiv
Zum 50. Knacker 2027 sind Beiträge aus der Bevölkerung willkommen – das neue Online-Archiv lädt schon jetzt zum Stöbern und Schmunzeln ein.
Der 2. Jänner-Knacker gehört seit vielen Jahren zur Harderpotschete und verbindet Humor, Satire und Zeitgeschehen aus der Region. Nun ist ein grosser Teil dieser Geschichte auch online zugänglich: Im neuen Knackerarchiv können frühere Ausgaben bequem durchgeblättert und neu entdeckt werden.
Unter harderpotschete.ch/2-jaenner-knacker/archiv/ stehen alle bisherigen Ausgaben des
- Jänner-Knackers digital zur Verfügung. Das Archiv ermöglicht damit einen unterhaltsamen Rückblick auf viele Jahre Dorfleben, regionale Ereignisse, politische Themen und Geschichten, die damals für Gesprächsstoff sorgten.
Gleichzeitig laufen bereits die Vorbereitungen für einen ganz besonderen Knacker: 2027 erscheint die 50. Ausgabe des 2. Jänner-Knackers.
Für diese Jubiläumsausgabe sind wiederum originelle, witzige und satirische Beiträge aus der Bevölkerung willkommen. Wer eine gute Geschichte, eine humorvolle Beobachtung, eine Zeichnung, eine Fotomontage oder eine andere passende Idee hat, darf diese gerne einsenden. Besonders gefragt sind Beiträge mit Bezug zur Region und zu Begebenheiten, über die man auch mit etwas Abstand noch schmunzeln kann.
Beiträge für die Jubiläumsausgabe können bis zum 22. November 2026 unter der Mailadresse knacker@harderpotschete.ch eingereicht werden. Mit dem neuen Online-Archiv und der kommenden Jubiläumsausgabe soll die lange Tradition des 2. Jänner-Knackers weiterleben – getreu dem Motto:
Witz, Satire und Zeitgeschehen aus der Region, für die Region.
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Erinnerungen aus der Knacker-Redaktion
«Puh, das ist alles schon so lange her …», sagt eine ehemalige Redaktionsleiterin und muss schmunzeln. Auch zwei ehemalige Redaktoren erinnern sich an kuriose Begebenheiten und den besonderen Humor hinter dem «2. Jänner-Knacker».
Wenn mit Klagen gedroht wurde
Weil der Knacker mit seiner Satire gelegentlich den Finger auf wunde Punkte legte, erreichten die Redaktion neben viel Lob auch Drohungen, böse Anrufe und sogar richterliche Schreiben.
Einer der ehemaligen Redaktoren erinnert sich, dass angedrohte Klagen meist im Sand verliefen. Nicht selten wollten sich Betroffene ausgerechnet an den «Hausanwalt» der Harderpotschete wenden. Dieser machte ihnen jeweils wenig Hoffnung: Es sei kaum herauszufinden, wer hinter dem Knacker stecke. Und falls doch, müssten sie wohl den ganzen Verein verklagen.
Die Redaktion nahm solche Situationen mit Humor: «Dann erscheinen wir halt mit dem ganzen Verein vor Gericht.» Die Aussicht, dort gegen rund 140 Vereinsmitglieder anzutreten, dürfte manchen Kläger zum Nachdenken gebracht haben.
Ein Knacker in nur 90 Minuten
Einem der ehemaligen Redaktoren ist besonders die wohl schnellste Produktion eines Knackers in Erinnerung geblieben. Pedro bot dafür das Löschzugchörli auf. Im ersten Stock des ehemaligen Hotels Bären setzten sich jeweils zwei Mann an einen Tisch und erhielten ein Thema. Danach hatten sie eine Stunde Zeit, einen passenden Vers zu dichten.
Die Beiträge wurden gegengelesen und ergänzt – und nach unglaublichen 90 Minuten waren sämtliche Verse beisammen. Natürlich durfte auch ein Bier nicht fehlen. Wie viele vorher, dazwischen und danach geflossen sind, lässt sich heute allerdings nicht mehr eruieren.
Gemeinsames Essen statt Honorar
Ein Honorar gab es für die Redaktionsarbeit nicht. Dafür hatte sich die Redaktion gemeinsame Essen ausbedungen. Einer der ehemaligen Redaktoren wartet nach eigener Rechnung allerdings noch immer auf ungefähr 15 davon.
Zweimal die gleiche Farbe
Auch aus der früheren Zusammenarbeit mit der Druckerei ist eine kleine Panne in Erinnerung geblieben. Damals wurde der Knacker bei der Druckerei Balmer an der Neugasse gedruckt. Weil dort einmal versehentlich das falsche Papier bestellt wurde, erschien der Knacker zwei Jahre hintereinander in derselben Farbe.
Das Geheimnis hinter dem Hardermannli
Eine ganz andere Erinnerung verbindet die ehemalige Redaktionsleiterin mit dem Hardermannli. Während vieler Jahre beantwortete sie in dessen Namen die Nachrichten an den «2. Jänner-Knacker» – stets aus der Sicht des stillen Beobachters hoch oben am Harder. Daraus entstanden bisweilen sogar regelrechte Brieffreundschaften.
Amüsant war es, wenn Bekannte begeistert erzählten, das Hardermannli habe ihnen geschrieben – ohne zu ahnen, wer tatsächlich hinter den Antworten steckte.
Und wenn eine Antwort einmal etwas länger dauerte, hatte das Hardermannli stets eine passende Erklärung: Mal seien ihm die Finger an der Tastatur festgefroren, ein anderes Mal hätten die Potschi den Computer gestohlen. «Die Leute fanden das jeweils herrlich», erinnert sich die ehemalige Redaktionsleiterin.
(Zusatzbericht zur Medienmitteilung anlässlich der 50. Ausgabe des «2. Jänner-Knackers» September 2026)
Text und Bilder: HARDERPOTSCHETE INTERLAKEN
Harder-Potschete Verein – Ein Maskenbrauchtum aus Interlaken
Das Jubiläumslogo zur 50. Ausgabe des «2. Jänner-Knackers».
Am 2. Januar ist der «2. Jänner-Knacker» in Interlaken ein gefragtes Blatt.
Das Hardermannli behält das Geschehen auf dem Bödeli das ganze Jahr über im Auge und sammelt dabei Stoff für den Knacker.
Im neuen Online-Archiv sind die bisherigen Ausgaben des «2. Jänner-Knackers» zugänglich.
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