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Schweizer Cup: RHC Wimmis gewinnt den 1/8-Final gegen RHC Dornbirn mit 5:2 Samstag, 31. Oktober 2026, 18.00 Uhr

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Schweizer Cup: RHC Wimmis gewinnt den 1/8-Final gegen RHC Dornbirn mit 5:2

Samstag, 31. Oktober 2026, 18.00 Uhr

Der RHC Wimmis zieht mit einem 5:2-Auswärtssieg gegen den RHC Dornbirn in den Cup-Viertelfinal ein. Nach einem schwachen ersten Durchgang und einem 1:2-Rückstand zur Pause steigern sich die Simmentaler deutlich. Mit viel Einsatz und einer geschlossenen Mannschaftsleistung drehen sie die Begegnung und erzielen nach dem Seitenwechsel vier Tore.

In Vorarlberg trafen zwei Teams aufeinander, die in ihren Ligen noch keinen Punkt abgegeben hatten. Wimmis reiste nach drei Siegen und einem Torverhältnis von 9:1 aus der Harvest National League an, zuletzt hatte man sich in Montreux mit 2:1 durchgesetzt. Dornbirn führte mit einer Bilanz von 18:3 die NLB an und unterstrich mit dem 7:2 gegen Aufstiegskandidat Vordemwald seine Ambitionen.

Noch im Cup-Halbfinal der Vorsaison hatten sich die Berner Oberländer gegen diesen Gegner mit 9:0 behauptet. Seither verstärkten sie sich mit Jan Schober, während bei den Gastgebern der Spanier Biel Perpinyà dazustiess. Angesichts der Heimstärke und der bisherigen Auftritte der Vorarlberger war diesmal mit deutlich mehr Gegenwehr zu rechnen.

Dornbirn begann selbstbewusst und suchte sofort den Abschluss. Bereits nach gut zwei Minuten lenkte Michael Sahler einen Schuss vor dem Tor zum 1:0 ab. Die Gäste fanden dagegen nur schwer ins Spiel und liessen ihrem Gegner zu viel Raum. Trainer Rui Ribeiro reagierte mit einem frühen Timeout, um seine Mannschaft wachzurütteln.

In der elften Minute gelang dennoch der Ausgleich. Jan Schober löste sich in der Spielfeldmitte mit einer Täuschung von seinem Gegenspieler und zog aus der Distanz ab. Ramon Meier lenkte den Ball vor dem Tor zum 1:1 ins Netz. Kurz darauf musste Sahler nach einer blauen Karte für zwei Minuten auf die Strafbank. Das anschliessende Powerplay konnten die Wimmiser allerdings nicht nutzen.

Die Probleme des Favoriten blieben bestehen. In der 16. Minute startete Victor Wally in der eigenen Hälfte, wurde auf seinem Weg durch die Abwehr zu wenig gestört und brachte Dornbirn erneut in Führung. Auch im Angriff passte bei den Simmentalern wenig zusammen. Zu langsame Aktionen und unnötige Ballverluste erschwerten einen geordneten Spielaufbau, während das Heimteam zu mehreren hochkarätigen Chancen kam. Joel Iseli verhinderte mit starken Paraden einen höheren Rückstand. Das 2:1 zur Pause war aus Gästesicht noch ein günstiges Resultat.

Nach dem Seitenwechsel zeigte Wimmis ein anderes Gesicht. Die Abwehr agierte konsequenter, und offensiv gingen die Berner Oberländer zielstrebiger zu Werke. In der 30. Minute wurde die Steigerung belohnt. Nach einer Ballrückeroberung erhielt Sandro Meier das Zuspiel an der Strafraumgrenze und drückte sofort ab. Sein kräftiger Schuss schlug unhaltbar zum 2:2 ein.

Die Partie blieb umkämpft, ehe Keita Graf in der 41. Minute die erstmalige Wimmiser Führung erzielte. Er sprintete von der Seite zum zweiten Pfosten. Der Verteidiger konnte das Zuspiel nicht verhindern, sodass Graf nur noch den Stock hinhalten musste und zum 2:3 vollendete.

Mit zunehmender Spieldauer kamen die physischen Vorteile der Gäste stärker zum Tragen. Dornbirn griff nun häufiger zu Fouls, und die Begegnung wurde hitziger. Zwei Minuten vor dem Ende standen auf beiden Seiten neun Teamfouls zu Buche. Damit drohte jeder Mannschaft beim nächsten Teamfoul ein Direkter Freistoss gegen sich.

Es traf die Gastgeber. Ramon Meier übernahm die Verantwortung und liess Torhüter Abraao da Silva in der 49. Minute keine Chance. Das 2:4 brachte die Vorentscheidung. Dornbirn ersetzte daraufhin den Schlussmann durch einen fünften Feldspieler und versuchte nochmals alles. Nach einem abgefangenen Ball traf Meier 33 Sekunden vor dem Ende ins leere Tor und machte mit seinem dritten Treffer den Sieg endgültig klar.

Wimmis verdiente sich das Weiterkommen mit einer deutlichen Leistungssteigerung und einer zweiten Halbzeit ohne Gegentor. Die Mannschaft fand nach dem misslungenen Beginn gemeinsam zu ihren Stärken zurück und setzte sich gegen einen hartnäckigen Gegner durch. Für Dornbirn endet die Cup-Saison früh, doch der NLB-Leader zeigte, weshalb mit ihm im Aufstiegsrennen zu rechnen ist.

Nach einem spielfreien Wochenende geht es für die Simmentaler am 14. November in der Meisterschaft auswärts gegen den Pully RHC weiter. Im Cup-Viertelfinal wartet am 12. Dezember erneut eine Reise an den Genfersee, wo der Montreux HC der Gegner sein wird.


RHC Dornbirn: Abraao Gomes da Silva, Aron Sohm; Jonas Fässler, Kilian Hagspiel, Kilian Josef Jochum, Florian Lechleitner, Bial Perpinyà Picazo, Michael Sahler, Tobias Winsauer, Victor-Manuel Wally; Enrique de Casa Antón (Coach)

RHC Wimmis: Joel Iseli, Pedro Filipe Pinheiro da Costa; Keita Graf, Dario Bühler, Ramon Meier, Sandro Meier, Jonathan Pfaehler, Jan Schober, Patrick Wittwer, Jonathan Brand; Rui Miguel Lourenço Ribeiro (Coach)

Schiedsrichter: Athos Pellegrini, Massimo Rebughini

Tore: 1:0 / M. Sahler (02:04), 1:1 / R. Meier (10:34), 2:1 / V. Wally (15:33), 2:2 / S. Meier (29:39), 2:3 / K. Graf (40:16), 2:4 / R. Meier (48:23), 2:5 / R. Meier (49:27)

Strafen: 1 x 2 Min. RHC Dornbirn

Text und Foto: RHC Wimmis


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