Raum zum Austausch und zur Begegnung
Bei zwei Anlässen öffnete die Stiftung TRANSfair kürzlich ihre Türen. Zu Gast waren Menschen, die sich für die berufliche Integration engagieren, sowie Angehörige der Lernenden des Sozialunternehmens. Am Hauptsitz entstanden wertvolle Gespräche und bereichernde Begegnungen.
Berufliche Integration geschieht nicht einfach von selbst. Sie entsteht dort, wo Menschen Chancen geben, Vertrauen schenken und Verantwortung übernehmen. Genau das war am Kundenanlass «Integration» der Stiftung TRANSfair spürbar. Mit dem Event bot das Sozialunternehmen Raum für Begegnungen und den Austausch zwischen rund 40 Arbeitgebenden, Partnerorganisationen und TRANSfair. Die Einladung war zugleich ein Zeichen des Dankes und der Anerkennung gegenüber Unternehmen aus der Region, die Menschen mit erschwertem Zugang zum Arbeitsmarkt einen (Wieder-)Einstieg ermöglichen. Mit Integrationsarbeitsplätzen schaffen sie Perspektiven im ersten Arbeitsmarkt.
Wertschätzung, Zeit und Herz
Nach Führungen durch die Räumlichkeiten fand ein Podiumsgespräch zum Thema «Gemeinsam Chancen kreieren» statt. Pascal Kolb vom Bettencenter in Uetendorf berichtete von seinen Erfahrungen als Arbeitgeber, der Menschen mit Einschränkungen in sein Team integriert. Cheyenne Liechti gab Einblicke in ihr Praktikum an der Berner Fachhochschule. Oliver Duss, Leiter der Zweigstelle Thun der IV-Stelle des Kantons Bern, erläuterte die Arbeit der Invalidenversicherung. Im Gespräch mit Moderator und Job Coach Colin Hirschi wurde deutlich, was den Integrationsprozess besonders begünstigt: wertschätzende Zusammenarbeit, Zeit und Herz. Beim anschliessenden Mittagessen entwickelten sich spannende Diskussionen zwischen Arbeitgebenden, die Integration aktiv mitgestalten, sichtbar machen und damit bestenfalls weitere Unternehmen motivieren, Menschen eine Chance zu geben.
Wenn Lernfreude spürbar wird
Kurz darauf luden die Lernenden ihr persönliches Umfeld zu einem Besuchsnachmittag bei TRANSfair ein. Ziel war es, den Angehörigen einen authentischen Einblick in die Ausbildung und den Arbeitsalltag zu geben. Nach einer kurzen Präsentation des Sozialunternehmens und seines Berufsbildungsangebots folgte ein Rundgang durch die Räumlichkeiten. Die Zvieripause mit hausgemachter Glace bot Raum für vertiefte Gespräche. Dabei war die Lernfreude der jungen Menschen deutlich spürbar.
Organisiert hatten die Lernenden den Anlass selbstständig. Solche Veranstaltungen zeigen, wie wichtig es ist, jungen Menschen Verantwortung zu übertragen und ihnen die Möglichkeit zu geben, ihre Kompetenzen sichtbar zu machen.
Bericht von TRANSfair












