Keine Schweizer Medaille beim Beach Pro Futures in Spiez
Vier Tage lang stand die Spiezer Bucht ganz im Zeichen des Beachvolleyballs. Aus Schweizer Sicht blieb der erhoffte Medaillengewinn am Sonntag jedoch aus. Das Duo Linda Abbühl aus Frutigen und Muriel Bossart belegte den vierten Rang. Den Turniersieg sicherten sich die Tschechinnen Andrea Lorenzova und Mariana Tomasova vor den US-Amerikanerinnen Lindsey Sparks und Torrey Van Winden.
Abbühl und Bossart hatten sich souverän für den Halbfinal qualifiziert, mussten sich dort jedoch den späteren Finalistinnen aus den USA ohne Satzgewinn geschlagen geben. Im Spiel um Bronze bot sich den Schweizerinnen die Chance auf einen Podestplatz. Trotz einer starken Aufholjagd und engen Satzverläufen unterlagen sie den Österreicherinnen Magdalena Rabitsch und Oleksandra Shkarupa in zwei Sätzen.
«Mega schade, konnten wir keine Medaille mit nach Hause nehmen. Aber wir waren hier, um Erfahrungen zu sammeln – und davon haben wir sicherlich viele gesammelt», sagte Muriel Bossart nach dem Spiel. Für ihre Partnerin Linda Abbühl hatte das Heimturnier einen besonderen Stellenwert: «Sehr cool, dass es die Möglichkeit gibt, hier zu spielen. Ich habe nur 15 Minuten Anreise, und viele Bekannte sind gekommen, um mich zu unterstützen. Das ist einmalig.»
Trotz der Enttäuschung überwog bei den Schweizerinnen die Erkenntnis, auf internationalem Niveau konkurrenzfähig zu sein. «Ich glaube, der letzte Glaube an uns hat für einen Medaillenerfolg gefehlt», analysierte Bossart. Für das neu formierte Team war das Beach Pro Futures in Spiez das erste gemeinsame Turnier auf dieser Stufe. Der vierte Platz dürfte dennoch wertvolles Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben geben.
Titel geht nach Tschechien
Die Titelverteidigung aus Schweizer Sicht blieb aus. Im Final setzten sich die Tschechinnen Lorenzova/Tomasova in einem spannenden Duell gegen Sparks/Van Winden durch. Beide Teams gehörten aufgrund ihrer internationalen Punktzahl zu den Topfavoritinnen des Turniers und wurden ihrer Rolle gerecht. Bronze ging an Rabitsch/Shkarupa aus Österreich.
Positive Bilanz der Organisatoren
Die vierte Ausgabe des Beach Pro Futures war breiter aufgestellt als je zuvor. Parallel zum internationalen Turnier fanden auf dem Center Court die Finalspiele eines nationalen Juniorinnen- und Juniorenturniers statt. Für den Nachwuchs bot sich damit die seltene Gelegenheit, vor grosser Kulisse aufzutreten.
Auch das Schulturnier mit über 80 Teilnehmenden sowie das Firmenturnier und verschiedene Nachwuchswettbewerbe stiessen auf grosses Interesse. Damit gelang es den Organisatoren, das internationale Event eng mit dem regionalen Breitensport zu verbinden.
«So haben wir dieses Jahr eine gute und breite Basis für die kommenden Jahre gelegt», resümiert Stefan Seger, Geschäftsführer der Spiez Marketing AG.
Turnierdirektor Christian Wandeler zeigte sich ebenfalls zufrieden: «Natürlich hätten wir auf eine Schweizer Medaille gehofft. Die Schweizer und internationalen Teams haben jedoch sportlich überzeugt und den zahlreichen Zuschauerinnen und Zuschauern beste Unterhaltung geboten.»
Bereits jetzt richten die Organisatoren den Blick nach vorne. Für 2027 verfolgen sie das Ziel, neben dem Frauenturnier auch wieder internationales Spitzenbeachvolleyball der Männer in die Spiezer Bucht zu holen. Voraussetzung dafür bleibt allerdings eine gesicherte finanzielle Grundlage.











