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Erste Hilfe am Kind: Eltern erhalten wertvolle Tipps für den Ernstfall auf dem Beatenberg

Am Samstag, 13. Juni, fand im Pavillon auf dem Beatenberg der Erste-Hilfe-Kurs «Notfälle am Kind» statt. Geleitet wurde der praxisnahe Informationsnachmittag von der Kinderärztin Dr. med. M. Dörn und ihrer Medizinischen Praxisassistentin (MPA) Nina Hurni von der Ahoi Praxis in Interlaken. Im Mittelpunkt standen der richtige Umgang mit Kinderkrankheiten und Notfällen, die Unfallprävention sowie spannende Einblicke in den Alltag einer Kinderarztpraxis.

Der Alltag mit Kindern bringt immer wieder gesundheitliche Fragen mit sich – von Fieber und Husten bis hin zu kleineren Verletzungen. Um Eltern und Grosseltern mehr Sicherheit im Umgang mit solchen Situationen zu vermitteln, organisierte der Familientreff Beatenberg gemeinsam mit den beiden Fachfrauen diesen Informationsnachmittag. Mit viel Fachwissen und anschaulichen Beispielen erklärten sie, wie Erwachsene im Ernstfall richtig handeln und worauf besonders zu achten ist.

Wann sind Hausmittel ausreichend – und wann braucht es ärztliche Hilfe?

Im Kurs wurde erläutert, wie Eltern kleinere und grössere Beschwerden wie Fieber, Husten, Erbrechen oder Durchfall richtig einschätzen können. Dr. med. M. Dörn und Nina Hurni zeigten auf, wann bewährte Hausmittel sinnvoll sind und in welchen Fällen eine ärztliche Abklärung notwendig wird. Besonderes Augenmerk galt Warnsignalen wie Atemnot, die rasches Handeln erfordern. Ebenso wurden das richtige Verhalten bei einem Pseudokrupp-Anfall sowie die korrekte Erstversorgung von Wunden Schritt für Schritt erklärt. Ergänzend erhielten die Teilnehmenden wertvolle Tipps zur optimalen Ausstattung einer Haus- und Reiseapotheke.

Unfallprävention als wichtiger Bestandteil

Ein weiterer Schwerpunkt des Nachmittags war die Unfallprävention. Die beiden Referentinnen betonten, wie wichtig das Tragen eines korrekt sitzenden Velohelms für Kinder und Erwachsene ist. Mit Blick auf die Sommerzeit machten sie zudem auf die Gefahren am und im Wasser aufmerksam. Kinder sollten an Seen, in Schwimmbädern oder an Pools niemals unbeaufsichtigt sein – selbst dann nicht, wenn sie bereits schwimmen können oder sich nur im flachen Wasser aufhalten. Nina Hurni wies darauf hin, dass Kinder in Notsituationen häufig weder schreien noch winken, sondern oft lautlos erstarren.

Warum die MPA am Telefon so viele Fragen stellt

Nina Hurni nutzte die Gelegenheit, um die wichtige Rolle der Medizinischen Praxisassistentin zu erklären. Sie machte deutlich, weshalb bei einem Anruf in der Arztpraxis oft zahlreiche Fragen gestellt werden. Diese dienen nicht der Schikane, sondern sind entscheidend für eine sorgfältige medizinische Triage. Nur so kann die Situation richtig eingeschätzt, die Dringlichkeit beurteilt und den Eltern bereits am Telefon eine passende Empfehlung gegeben werden.

Beim anschliessenden Café und Kuchen blieb genügend Zeit für persönliche Gespräche und den Erfahrungsaustausch. Der gelungene Anlass stiess auf grosses Interesse und lockte Eltern sowie Grosseltern aus der ganzen Region auf den Beatenberg. Aufgrund der positiven Rückmeldungen ist eine Wiederholung des Erste-Hilfe-Kurses zu einem späteren Zeitpunkt durchaus denkbar.

Quelle: Drachennest Familientreff Beatenberg 


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