Schilthornbahn blickt an 64. Generalversammlung auf Rekordjahr zurück
Die Schilthornbahn AG hat an ihrer 64. ordentlichen Generalversammlung auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 zurückgeblickt und zugleich über die finanzielle Situation sowie die weiteren Pläne informiert. An der Versammlung vom 19. Juni 2026 im Alpinen Sportzentrum in Mürren nahmen insgesamt 597 Aktionärinnen und Aktionäre teil, davon 261 vor Ort. Sie vertraten 24’584 Aktienstimmen beziehungsweise 63,85 Prozent des Aktienkapitals.
Rekordjahr 2025 mit Herausforderungen
Verwaltungsratspräsident Johannes Stöckli bezeichnete das Geschäftsjahr 2025 als Rekordjahr. Mit einem Umsatz von rund 38 Millionen Franken, der Inbetriebnahme weiterer Bahnanlagen sowie einer starken Nachfrage erzielte das Unternehmen in sämtlichen Geschäftsbereichen positive Ergebnisse.
Das Jahr war zunächst von der Schliessung des Schilthorngipfels im ersten Quartal geprägt. Nach der Wiedereröffnung setzte jedoch ein deutlicher Nachfrageanstieg ein. Gleichzeitig belasteten der rasche Baufortschritt, Kostenüberschreitungen sowie verzögerte Einnahmen die Liquidität des Unternehmens. Diese Situation habe sich zwar verbessert, sei jedoch noch nicht vollständig entschärft, erklärte Stöckli.
Kapitalband genehmigt – keine Dividende
Zur weiteren Stabilisierung der finanziellen Situation genehmigten die Aktionärinnen und Aktionäre die Einführung eines Kapitalbandes. Dieses ermächtigt den Verwaltungsrat, das Aktienkapital bei Bedarf ohne erneuten Generalversammlungsbeschluss um bis zu 50 Prozent zu erhöhen und damit rasch zusätzliches Eigenkapital zu beschaffen.
Trotz des Rekordergebnisses verzichtet der Verwaltungsrat auf die Ausschüttung einer Dividende, um die Liquidität weiter zu stärken. Auch dieser Antrag wurde von der Generalversammlung angenommen.
Ebenfalls genehmigt wurden der Geschäftsbericht und die Jahresrechnung 2025 sowie die Verwendung des Bilanzgewinns. Verwaltungsrat und Geschäftsleitung erhielten Entlastung. Sämtliche Mitglieder des Verwaltungsrats wurden für eine weitere Amtsdauer von drei Jahren wiedergewählt. Die KPMG AG in Bern wurde für ein weiteres Jahr als Revisionsstelle bestätigt.
Erfolgreicher Start ins Geschäftsjahr 2026
Auch das laufende Geschäftsjahr entwickelte sich laut Unternehmen positiv. Mit der Inbetriebnahme der letzten Funifor-Bahn zwischen Birg und Schilthorn am 2. April wurde der bauliche Teil des Projekts rund vier Monate früher als geplant abgeschlossen. Gleichzeitig führte die Schilthornbahn ein neues Erscheinungsbild ein, das nun schrittweise umgesetzt wird.
Die Wintersaison schloss das Unternehmen mit einem Umsatzplus von fünf Prozent und einem Anstieg der Ersteintritte um zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr ab. Auf der Luftseilbahn stiegen die Frequenzen um 24,7 Prozent. Besonders stark entwickelte sich das Drehrestaurant Piz Gloria, das eine Umsatzsteigerung von über 50 Prozent verzeichnete.
In den kommenden Monaten stehen die Fertigstellung der Anlagen sowie Umgebungs- und Aufräumarbeiten im Vordergrund. Am 1. September 2026 sollen die neuen Intersport-Shops in der Station Mürren mit integrierter T-Bar und neuer Sonnenterrasse eröffnet werden. Nach Abschluss der Bauarbeiten will sich die Schilthornbahn verstärkt auf die Vermarktung der neuen Bahnen sowie die Bearbeitung der in- und ausländischen Märkte konzentrieren.
Quelle: Schilthornbahn













