Ertragsüberschuss und Burgerrecht vergeben
An der Burgerversammlung vom 15. Juni 2026 wurde die Jahresrechnung 2025 genehmigt. Sie schliesst mit einem Ertragsüberschuss von 52’418 Franken ab. Zudem konnte die Verschuldung weiter reduziert werden, und dank des guten Ergebnisses sind zusätzliche Abschreibungen von insgesamt 6.43 Mio. Franken möglich.
Jahresrechnung 2025
Die Jahresrechnung 2025 weist einen Ertragsüberschuss von 52’418 Franken aus und liegt damit leicht über dem budgetierten Wert von 50’000 Franken.
Wie Geschäftsführer Christoph Hubacher informierte, konnten die Fremdkapitalkosten gegenüber dem Vorjahr um nahezu 60’000 Franken gesenkt werden. Neben den ordentlichen Abschreibungen von 1.07 Mio. Franken wurden zusätzliche Abschreibungen von 5.36 Mio. Franken auf Liegenschaften des Verwaltungsvermögens vorgenommen.
Auch das Betriebsergebnis des Burgerguts fällt erneut positiv aus: Es resultiert ein Ertragsüberschuss von rund 87’000 Franken. Präsident Michael Lüthi betonte, dass sowohl das Burgerheim als auch die Seniorenwohnungen eine sehr hohe Auslastung verzeichnen. Zudem erfreue sich das Restaurant Schüür grosser Beliebtheit mit seinen kulinarischen Angeboten. Besonders erfreulich sei auch die hohe Zufriedenheit bei Gästen und Mitarbeitenden.
Insgesamt belaufen sich Aufwand und Ertrag der Jahresrechnung auf rund 30.3 Mio. Franken, während die Bilanzsumme rund 54.8 Mio. Franken beträgt. Der zweckgebundene Ertragsüberschuss von 52’418 Franken wird der Spezialfinanzierung Spital- und Waisengut (Armengut) zugewiesen. Aus dem allgemeinen Burgergut resultiert ein geringer Überschuss von 69 Franken, der dem Eigenkapital gutgeschrieben wird.
Die anwesenden Burgerinnen und Burger genehmigten die Jahresrechnung 2025 einstimmig.
Übergabe Burgerbrief
Markus Baumann aus Thun wurde das Burgerrecht der Burgergemeinde Thun erteilt. Der Burgerbrief wurde ihm durch Präsident Michael Lüthi überreicht.
Sport- und Freizeitcluster Thun
Geschäftsführer Christoph Hubacher informierte zudem über den aktuellen Stand des Projekts «Sport- und Freizeitcluster Thun» auf der Burgerallmend.
Seit Anfang Jahr läuft ein qualitätssicherndes Verfahren, das sowohl den Cluster West als auch den Cluster Ost (Parzellen 4985 und 3125) umfasst. Der Studienauftrag mit drei Planungsteams bildet die Grundlage für die weitere Verkehrs-, Erschliessungs-, Entwässerungs-, Bau- und Freiraumplanung. Der Abschluss des Verfahrens ist für November 2026 vorgesehen.
Im Cluster West (Parzelle 4985) planen die Initianten – darunter der Tennisclub Thun, Allmend4, der Förderverein Ballsport Region Thun sowie die Uxan Sports AG – verschiedene Sportanlagen. Vorgesehen sind unter anderem Outdoor-Padel- und Tennisplätze, eine Racketsporthalle, eine Ballsportarena mit 1’500 bis 2’000 Zuschauerplätzen sowie eine Skillshalle mit Angeboten für Boulder, Klettern und Schwingen sowie ein Dienstleistungskopfbau. Baurechtsverhandlungen wurden bisher noch nicht aufgenommen.
Zum Cluster Ost (Parzelle 3125) gab es keine neuen Informationen zum Projekt «Swiss Football Home» des Schweizerischen Fussballverbands.
Ausblick / Meilensteine
- 2026: Abschluss des qualitätssichernden Verfahrens Sport- und Freizeitcluster Thun
- 2027: Entwurf Teil-Überbauungsordnung Cluster West und Einzonung Cluster Ost / Projektierung
- 2028: Genehmigung Teil-Überbauungsordnung und Einzonung, Baurecht und Start der Realisierung
Die Burgergemeinde Thun ist eine öffentlich-rechtliche Körperschaft mit gemeinnützigen Aufgaben und beschäftigt rund 125 Mitarbeitende.
Im Burgergut Thun in Steffisburg betreibt sie das Burgerheim mit 72 Pflegeplätzen, bietet 56 Seniorenwohnungen und führt das öffentliche à-la-carte-Restaurant Schüür.
Das Areal umfasst zudem einen Einkaufsladen, Hausarzt- und Zahnarztpraxen, Physiotherapie, eine Kindertagesstätte sowie einen Bauernhof. Darüber hinaus sind Unternehmen aus den Bereichen Werbung, Grafik und Design, Architektur, Fotografie und Coaching angesiedelt.
Alle Angebote stehen der gesamten Bevölkerung offen – nicht nur der Burgerschaft.













