Mountainpump-Finale in Adelboden: Wenn Generationen gemeinsam auf dem Pumptrack stehen
Das Saisonfinale der Mountainpump Series in Adelboden war ein Fest des Sports, der Familien und der Gemeinschaft – mit 78 Ridern, rekordverdächtiger Frauenbeteiligung, spannenden Finals und einer Wetterüberraschung, die den Renntag perfekt machte.
Am 22. August wurde der Pumptrack in Adelboden zum Schauplatz des grossen Mountainpump-Finales. 78 Rider fanden sich zum letzten Rennen der Saison ein – eine Zahl, die selbst die Erwartungen des Organisationsteams übertraf. Noch einmal trafen Skateboarderinnen und Skateboarder aus verschiedenen Generationen aufeinander, um Sekunden, Platzierungen und persönliche Bestzeiten zu kämpfen. Gleichzeitig zeigte sich Adelboden von seiner besten Seite: leicht gezuckerte Berge, einzelne Wolken und dahinter stahlblauer Himmel bei angenehmen Temperaturen und besten Bedingungen. Wer in Adelboden nur ein Rennen sah, verpasste einen grossen Teil der Geschichte: Mountainpump verbindet Familien, Freunde und Generationen – und genau das war beim Saisonfinale überall zu spüren.
Barbara Moser, Chur mit Enkelkind
35 Ü39-Rider – so viel Girl Power wie noch nie
Eine Zahl sorgte beim Blick auf die Startliste für besondere Freude: 22 Männer und 13 Frauen gingen in der Kategorie Ü39 an den Start. So viele Frauen gab es in dieser Kategorie bei Mountainpump noch nie.
Und diese 13 Frauen brachten ordentlich Energie mit. Darunter waren zahlreiche Mütter, die für einmal nicht nur am Streckenrand standen, sondern selbst auf dem Brett um jede Hundertstelsekunde kämpften. Girl Power war in Adelboden nicht einfach ein Hashtag – sie war auf dem Pumptrack zu sehen und zu fühlen.
Überhaupt gehört es bei Mountainpump fast schon zum gewohnten Bild, dass Familien gemeinsam antreten. Väter und Söhne, Mütter und Töchter stehen an der Startlinie, feuern sich gegenseitig an und teilen die Nervosität vor dem Run. Manchmal fahren sie gegeneinander, manchmal unterstützen sie sich gegenseitig – am Ende gehört beides zur gleichen Geschichte.
Genau darin liegt eine der grossen Stärken von Mountainpump: Der Sport verbindet Generationen. Kinder sehen ihre Eltern fahren, Eltern fiebern mit ihren Kindern mit – und manchmal stehen am Schluss mehrere Generationen einer Familie gemeinsam auf oder neben dem Podest.
Finalfahrerinnen in der Ü17: Sina Siegenthaler und Lea Kohl
Eine Nanny, eine Fangemeinde und ganz viel Herz
Eine besonders herzige Geschichte schrieb eine Nanny aus Chur. Sie reiste nicht alleine nach Adelboden, sondern brachte gleich ihre persönliche Fangemeinde mit. Die Unterstützung vom Streckenrand war so leidenschaftlich und herzlich, dass sie selbst zu einem kleinen Highlight des Tages wurde.
Solche Momente sind für das OK mindestens genauso wertvoll wie eine schnelle Zeit. Denn Mountainpump soll ein Rennen sein, bei dem man sich wohlfühlt, neue Leute kennenlernt und gerne wiederkommt.
Und plötzlich war Sina da
Auch eine bekannte Wintersportlerin liess sich das Finale nicht entgehen: Sina Siegenthaler tauchte heimlich in Adelboden auf. Die Schangnauerin gehört zur Schweizer Snowboardcross-Nationalmannschaft und kann auf zwei Weltcupsiege, sieben Weltcup-Podeste und einen Top-10-Platz an den Olympischen Winterspielen 2026 zurückblicken.
Besonders passend: Skateboarden gehört neben Snowboardcross, Biken und weiteren Sportarten zu ihren Hobbys.
Dass sie ausgerechnet beim Mountainpump-Finale vorbeischaute, passte deshalb perfekt. Und irgendwie sagt es auch einiges über den Anlass aus: Mountainpump zieht nicht nur die eigenen Rider an, sondern Menschen, die Freude an Boardsport, Bewegung und einer unkomplizierten Community haben.
Alle 78 Teilnehmer an der Mountainpump Series in Adelboden
Das Wetter wurde zum kleinen Juwel
Noch wenige Tage vor dem Finale war die Wetterlage nicht eindeutig. Gerade in den Bergen kann sich die Situation schnell verändern. Umso erfreulicher war der Blick zum Himmel am Renntag.
Die Berge präsentierten sich leicht gezuckert, einzelne Wolken zogen vorbei und dahinter zeigte sich immer wieder stahlblauer Himmel. Dazu kamen angenehme Temperaturen und beste Bedingungen auf dem Pumptrack.
Aus einer zunächst nicht ganz klaren Wetterlage entwickelte sich damit ein regelrechtes kleines Wetterjuwel – und der Rahmen für einen gelungenen Saisonabschluss hätte kaum besser sein können.
Spannung bis zum letzten Run
Sportlich hatte das Finale ebenfalls einiges zu bieten. In den verschiedenen Kategorien wurde um jede Hundertstelsekunde gekämpft. Besonders die Finals sorgten für Spannung und lautstarke Unterstützung vom Streckenrand.
Da wurde mitgefiebert, angefeuert, gejubelt und manchmal auch kurz die Luft angehalten. Genau diese Mischung macht den Reiz des Mountainpump-Formats aus: Ein Run dauert nur wenige Sekunden – aber in diesen Sekunden kann alles passieren.
Für das Publikum ist das Rennen deshalb unmittelbar erlebbar. Keine langen Wartezeiten, keine komplizierten Abläufe: Start, Push, Kurve, Ziel – und danach die Reaktion der Fans.
Kategorie Ü39 Frauen, alle 13 auf einmal
Der Soundtrack: geliefert
Dass die Stimmung während des ganzen Tages hoch blieb, dafür sorgten auch die DJs. Sie begleiteten die Runs musikalisch und sorgten dafür, dass der Pumptrack auch zwischen den Rennen nicht zur Ruhe kam.
Die Musik wurde zum Soundtrack des Finales – mal treibend während der Runs, mal entspannt zwischen den Rennen. Genau diese Mischung aus Sport, Musik und Begegnung macht den Mountainpump-Tag zu mehr als einem klassischen Wettkampf.
Und dann war da natürlich noch unsere Bar-Crew. Sie ist mittlerweile fast schon eine eigene Institution. Beliebt, unkompliziert und von den Gästen geliebt. Hier wurde Kaffee getrunken, angestossen, diskutiert, gelacht und über die gerade gefahrenen Runs gesprochen.
Was bleibt, ist mehr als eine Rangliste
Aus Sicht der Organisation fällt die Bilanz des Finales eindeutig aus: Es war ein erfolgreicher Saisonabschluss mit viel Spannung, vielen packenden Finals und enorm viel Jubel.
Doch die Rangliste erzählt nur einen Teil der Geschichte.
Sie erzählt nicht von der Mutter, die erstmals selbst am Start stand. Nicht vom Vater, der mit seinem Sohn um die Wette fuhr. Nicht von der Tochter, die ihre Mutter anfeuerte. Nicht von der Nanny aus Chur und ihrer Fangemeinde. Nicht von den DJs, die den richtigen Sound zum richtigen Moment fanden. Und nicht von den vielen Helferinnen und Helfern, die dafür sorgten, dass aus einem Rennen ein Event wurde.
Genau diese Geschichten machen Mountainpump aus.
Sämtliche Sieger der Mountainpump Series in Adelboden auf einen Blick von Links nach Rechts: U10 Louisa Ryter, Basil Trüb | U13 Selina Ruf, Miles Plüss | U16 Zoë Meier, Thierry Schlatter | Ü17 Sina Siegenthaler, Namio Bürgin | Ü39 Nicole Ruf, Florentin Le Provost
Die Menschen hinter den Zahlen
Auch die Reaktionen rund um den Event zeigen, dass vor allem die persönlichen Geschichten funktionieren. Bilder von spektakulären Runs sind wichtig – noch stärker wird Mountainpump aber dort, wo Emotionen sichtbar werden: bei Familien, Freundschaften, Fangruppen, Jubel und den kleinen Momenten abseits der Rennstrecke.
Das Saisonfinale in Adelboden hat genau diese Mischung geliefert. Sportliche Leistung und menschliche Nähe. Wettkampf und Gemeinschaft. Ehrgeiz und ganz viel Spass.
Und vielleicht ist das auch das schönste Ergebnis der Mountainpump Series 2026: Menschen kommen wegen des Rennens – und gehen mit Erinnerungen, neuen Bekanntschaften und dem Gefühl, Teil einer besonderen Community zu sein.
Mit dem Finale in Adelboden endet die Mountainpump Series 2026. Das OK blickt auf eine Saison mit spannenden Rennen und vielen besonderen Begegnungen zurück.
Und nach diesem Finaltag bleibt vor allem eines hängen:
Das Rennen ist das Herz. Die Community ist die Liebe.
MOUNTAINPUMP SERIES – SAISONFINALE 2026
Anlass: Mountainpump Series – Saisonfinale in Adelboden
Webseite: Mountainpump | Pumptrack und Skate Event im Berner Oberland
Instagram: mountainpump.ch
Datum: 22. August 2026
Ort: Skills Area, Adelboden
Teilnehmende: 78 Rider
Besonderheit: Höchste Frauenbeteiligung in der Kategorie Ü39 seit Bestehen von Mountainpump
Organisation: Mountainpump Verein
Text: Mountainpump OK, Eileen Plüss mit Unterstützung von KI
Fotos: Tinu Müller
Riderin Lilly Casagrande, U10 auf dem Pumptrack














