Eine Woche voller Ideen: TFBO-Studierende entwickeln touristische Visionen für Trondheim
Eine Woche lang wurde Trondheim in Norwegen zum Lern- und Arbeitsort für Studierende der Höheren Fachschule für Tourismus (TFBO) in Thun. Gemeinsam mit lokalen Partnern entwickelten sie konkrete Ideen für die touristische Weiterentwicklung der Stadt – von Gastronomie und Natur über Kultur bis hin zum Pilgertourismus. Zum Abschluss präsentierten die Studierenden ihre Projekte vor rund 30 lokalen Tourismusakteuren.
Trondheim verbindet Geschichte, lebendige Kultur sowie die unmittelbare Nähe zu Fjord und Natur. Damit bietet die norwegische Stadt ideale Voraussetzungen für ein praxisorientiertes Auslandseminar. «Unsere Studierenden konnten die Destination selbst erleben, sich mit Fachpersonen austauschen und daraus konkrete Ideen entwickeln. Genau diese Verbindung von Theorie und Praxis macht ein Auslandseminar so wertvoll», erklärt Stefan Otz, Direktor der TFBO.
Trondheim aus verschiedenen Perspektiven erleben
Bevor die eigentliche Projektarbeit begann, lernten die Studierenden Trondheim aus unterschiedlichen Blickwinkeln kennen. Visit Trondheim gab Einblicke in aktuelle touristische Fragestellungen. Bei einer Stadtführung besuchten die Teilnehmenden unter anderem den berühmten Nidarosdom und erhielten Einblicke in die norwegische Geschichte.
In Gesprächen und Interviews mit lokalen Partnern konnten die Studierenden ihr Wissen weiter vertiefen. Am Mittwoch stand zudem eine Kajaktour auf dem Programm. Dabei erlebten sie eine der besonderen Stärken Trondheims hautnah: die Verbindung von Stadt, Fjord und Natur.
Diese Eindrücke flossen direkt in die anschliessende Projektarbeit ein. Vier Gruppen beschäftigten sich im Auftrag von Visit Trondheim mit unterschiedlichen touristischen Stärken der Destination und entwickelten daraus konkrete Vorschläge.
Kulinarische Vielfalt erlebbar machen
Unter dem Titel «Trondheim – A City Through Food» entstand die Idee, lokale Spezialitäten, Produzenten und Gastronomiebetriebe stärker miteinander zu verknüpfen.
Fünf neue thematische Food-Touren sollen künftig die kulinarische Vielfalt Trondheims für Gäste erlebbar und buchbar machen. Dabei stehen lokale Produkte, regionale Produzenten und besondere gastronomische Erlebnisse im Mittelpunkt.
Von der Stadt direkt in die Natur
Die Natur beginnt in Trondheim praktisch vor der Haustür. Diese besondere Nähe möchte eine weitere Projektgruppe stärker für den Tourismus nutzen.
Vorgeschlagen wurden unter anderem ein Bike-Trail, ein Open-Air-Kino sowie ein Themen-Trail mit dem Kajak. Damit sollen neue Erlebnisse geschaffen werden, die Stadt, Fjord und Natur miteinander verbinden.
Trondheim als «Herz Norwegens»
Die Kulturgruppe entwickelte mit «The Heart of Norway – Norges hjerte» eine neue Positionierung für Trondheim. Dabei sollen Geschichte, Kultur und modernes urbanes Leben stärker miteinander verbunden werden.
Zu den Ideen gehören unter anderem eine Trondheim Card, ein Land-Art-Festival und langfristig sogar eine Bewerbung als Europäische Kulturhauptstadt.
Pilgergeschichte neu erzählen
Auch der Pilgertourismus spielte eine wichtige Rolle. Besonders das Olav-Jubiläumsjahr 2030 bietet aus Sicht der Studierenden eine grosse Chance, die lange Pilgergeschichte Trondheims international noch stärker bekannt zu machen.
Mit Lichtinszenierungen, interaktiven Erlebnissen und moderner digitaler Kommunikation soll die Geschichte des heiligen Olav zeitgemäss vermittelt werden. Gleichzeitig sollen dadurch auch jüngere Zielgruppen angesprochen werden.
Abschluss mit Präsentation vor lokalen Tourismusakteuren
Am Freitag präsentierten die vier Gruppen ihre Konzepte vor rund 30 lokalen Tourismusakteuren. Damit ging eine intensive Woche zu Ende, in der die Studierenden nicht nur eine internationale Destination kennenlernen konnten, sondern auch eigene Ideen für deren touristische Zukunft entwickelten.
Das Auslandseminar zeigte eindrücklich, wie aus persönlichen Erlebnissen, Gesprächen mit Fachpersonen und theoretischem Wissen konkrete Projekte entstehen können – und wie wertvoll der direkte Austausch über die Grenzen hinweg für angehende Tourismusfachleute ist.
Quelle und Fotos: Klasse T2628 in Trondheim, TFBO














