«Zu schwarz für die SVP?» – Angel-Simon Okaside wehrt sich gegen rassistische Anfeindungen
Diesen Beitrag teilen

«Zu schwarz für die SVP?» – Berner SVP-Vizepräsident (22) wehrt sich gegen rassistische Anfeindungen
Thun, 16. Oktober 2026 – Schwarz, Schweizer und SVP-Mitglied: Für gewisse Menschen scheint das nicht zusammenzupassen. Der 22 jährige Vizepräsident der SVP Kanton Bern, Angel-Simon Okaside, wird im Internet regelmässig wegen seiner Hautfarbe und seiner politischen Überzeugung angefeindet. Besonders häufig erlebt er solche Angriffe nach eigenen Angaben aus dem linken politischen Umfeld. Nun hat er auf einen dieser Kommentare mit einem Video reagiert – und damit eine grosse Diskussion ausgelöst.
Über 70’000 Aufrufe auf Instagram und TikTok innerhalb von zwei Tagen. «Wie bisch du schwarz und duesch sone Schrott unterstütze?» – dieser Instagram-Kommentar war für Angel-Simon Okaside der Anlass, öffentlich Stellung zu beziehen.
Für den gebürtigen Thuner mit nigerianischem Vater und Schweizer Mutter ist es längst kein Einzelfall. Immer wieder wird er mit der Frage konfrontiert, wie er als Schwarzer ausgerechnet die SVP unterstützen könne. «Ich könnte zahlreiche solcher Kommentare zeigen. Diesmal habe ich mich entschieden, einen davon herauszugreifen und öffentlich darauf zu antworten», erklärt Okaside.
«Meine Hautfarbe ist keine politische Haltung»
In seinem Video stellt der 22-Jährige die Frage, weshalb seine Hautfarbe darüber entscheiden soll, welche politische Meinung er vertreten darf. «Ich bin schwarz, ich bin Schweizer und ich bin SVP-Mitglied. Das ist kein Widerspruch. Ich lasse mir weder meine politische Meinung noch meine Identität vorschreiben.»
Die Resonanz ist gross: Auf Instagram wurde das Video innerhalb von zwei Tagen über 58’000 Mal aufgerufen, erhielt rund 2’700 Likes und löste mehr als 360 Kommentare aus. Auf TikTok kamen weitere 13’400 Aufrufe hinzu. «Toleranz darf keine Einbahnstrasse sein» Besonders irritierend findet Okaside, dass die Anfeindungen nach seiner persönlichen Erfahrung häufig aus einem politischen Umfeld stammen, das sich für Vielfalt, Toleranz und Antirassismus einsetzt.
«Es ist schon bemerkenswert, wenn Menschen Vielfalt und Toleranz fordern, aber offenbar Mühe damit haben, dass ein Schwarzer eine konservative Meinung vertritt. Wer Vielfalt fordert, muss auch Meinungsvielfalt akzeptieren.»
Für den 22-jährigen Leutnant der Schweizer Armee und Vizepräsidenten der SVP Kanton Bern steht fest: «Ich bin nicht trotz meiner Hautfarbe SVP-Mitglied. Ich bin SVP-Mitglied, weil ich von den politischen Werten überzeugt bin. Meine Hautfarbe hat damit schlicht nichts zu tun.»
Text und Bild: Angel Okaside, SVP Kanton Bern
Angel Okaside
Parteivizepräsident SVP Kanton Bern
Plakatchef SVP Kanton Bern
Vorstand SVP Stadt / Wahlkreis Thun
Aktuellste News

Delegiertenversammlung des Oberstufenzentrums Unterlangenegg – Mittwoch, 24. Juni 2026

Gartenbauschule Hünibach – Am 19. Oktober 2026 beginnt ein neues Kapitel

Ein Blick hinter die Kulissen des Lötschberg-Basistunnels

EngstligenAlp wächst weiter und stellt die Weichen für die Zukunft – Generalversammlung 2026
Bildungsstrategie der Thuner Volksschule: Gemeinsam, vernetzt und wirksam bis 2034








Schreibe einen Kommentar
Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar abzugeben.