Gemeinderatsbeschlüsse vom 30. Juni 2026
Anstellung von Chiara Thönen
Isabella Lörtscher wird ihre 30%-Anstellung als Sachbearbeiterin der Bauverwaltung per Ende August 2026 beenden und sich künftig vollständig auf ihre Tätigkeit als Burgerschreiberin konzentrieren. Der Gemeinderat hat als Nachfolgerin Chiara Thönen aus Wimmis gewählt. Sie wird das Team der Bauverwaltung ab Oktober 2026 in einem 100%-Pensum verstärken.
Chiara Thönen absolvierte ihre Ausbildung bei der Gemeindeverwaltung Wimmis und ist derzeit als Verwaltungsangestellte in einer vergleichbaren Gemeinde tätig. Dank ihrer Ausbildung und Berufserfahrung bringt sie fundierte Kenntnisse der Gemeindeverwaltung mit. Das 100%-Pensum wird möglich, nachdem die Gemeindeversammlung kürzlich die Erhöhung des Stellenetats bewilligt hat.
Änderungen in der Fachkommission Dorfgeschichte
Per 1. Januar 2027 übernimmt Oscar Schmid das Präsidium der Fachkommission Dorfgeschichte. Rudolf Schneiter gibt das Präsidium ab, bleibt der Kommission jedoch als Mitglied erhalten und bringt weiterhin sein umfangreiches Wissen zur Wimmiser Geschichte ein.
Neu in die Kommission gewählt wurde zudem der junge Historiker David Schoch. Aufgrund der damit auf acht Mitglieder erhöhten Kommissionsgrösse musste die entsprechende Verordnung geringfügig angepasst werden.
Kurtaxenreglement wird revidiert
Das Kurtaxenreglement der Gemeinde Wimmis stammt aus dem Jahr 2010 und soll aktualisiert werden. Es regelt die Erhebung und Verwaltung der Kurtaxen, welche von Wimmis Tourismus bei Beherbergungsbetrieben und Vermietenden von Ferienwohnungen eingezogen werden.
Der Gemeinderat hat die erforderlichen Anpassungen beschlossen und wird das revidierte Reglement der Gemeindeversammlung vom 3. Dezember 2026 zur Genehmigung unterbreiten.
Anpassungen am Personalreglement
Aufgrund von Änderungen der kantonalen Personalgesetzgebung sind auch im Personalreglement der Gemeinde einzelne Anpassungen notwendig. Inhaltlich ergeben sich daraus keine wesentlichen Änderungen. Das revidierte Reglement wird ebenfalls an der Gemeindeversammlung vom 3. Dezember 2026 behandelt.
Stellungnahme zur Reorganisation der AHV-Zweigstellen
Die kantonale Ausgleichskasse plant, Mindestgrössen für AHV-Zweigstellen einzuführen und damit deren Anzahl zu reduzieren. Wimmis ist von dieser Änderung nicht direkt betroffen, da die Gemeinde seit vielen Jahren der AHV-Zweigstelle Thun angeschlossen ist.
In seiner Vernehmlassung spricht sich der Gemeinderat dennoch gegen die Einführung von Mindestgrössen aus. Solange die Zweigstellen ihre Aufgaben zuverlässig erfüllen, sollen sie erhalten bleiben. Ebenfalls lehnt der Gemeinderat die vorgesehene Kürzung der Entschädigungen an die Zweigstellen ab.
Investitionsprogramm 2027–2031
Für die kommenden fünf Jahre plant die Gemeinde Investitionen von rund 13 Millionen Franken in die öffentliche Infrastruktur. Die Schwerpunkte liegen bei der Sanierung der Schulliegenschaften, der Gemeindestrassen, der Wasser- und Abwasserleitungen sowie der Heizzentrale des Wärmeverbundes.
Die Investitionen führen zwar zu einer höheren Verschuldung, können aufgrund der derzeit soliden Finanzlage jedoch verantwortet werden.
Planungskredit für Wasserleitung Alte Staatstrasse–Portbrücke
Im Zusammenhang mit einem Strassensanierungsprojekt des Kantons soll die rund 140 Meter lange Wasserleitung in Richtung Portbrücke ersetzt werden. Der Gemeinderat hat dafür einen Planungskredit bewilligt. Die Ausführung ist – vorbehaltlich der definitiven Projektgenehmigung – im Frühjahr 2027 vorgesehen.
Verbindungsleitung zur Wasserversorgung Reutigen
Die Planungen für eine Verbindungsleitung zwischen den Wasserversorgungen von Wimmis und Reutigen werden weitergeführt. Die Leitung vom Kapf über die Fahrradbrücke ins Gebiet Eifeld würde die Versorgungssicherheit beider Gemeinden in ausserordentlichen Situationen deutlich erhöhen.
Der Gemeinderat beurteilt das Vorhaben als sinnvoll und sieht insbesondere langfristig Vorteile durch mehrere Wasserbezugsorte. Noch offen ist die Finanzierung der Investition von rund 1,3 Millionen Franken.
Bahnhofplatz soll umfassend aufgewertet werden
Die BLS und die Gemeinde Wimmis haben gemeinsam ein Projekt zur Neugestaltung des Bahnhofplatzes erarbeitet. Anstelle des heutigen Bahnhofsgebäudes ist eine überdachte Perronanlage vorgesehen, an der künftig auch die Busse der STI halten werden.
Vor dem Bahnhöfli soll ein multifunktional nutzbarer Dorfplatz entstehen. Zudem möchte die Gemeinde die Gelegenheit nutzen, zusätzliche kostenlose Parkplätze zu schaffen. Die Umsetzung des Projekts ist für das Jahr 2029 geplant. Über das Vorhaben wird voraussichtlich die Gemeindeversammlung abschliessend entscheiden.
Quelle: Gemeinde Wimmis













