Spiez setzt auf VERD.cash
Geld aus alltäglichen Zahlungen fliesst künftig zurück ins Dorf
Der Gemeinderat der Einwohnergemeinde Spiez hat den Gemeindetopf der VERD Purpose Genossenschaft aktiviert. Damit schafft Spiez die Voraussetzung, dass Erträge aus VERD.cash
Zahlungen der Spiezer Bevölkerung anteilsmässig ins Dorf zurückfliessen. Gleichzeitig bietet
VERD.cash dem lokalen Gewerbe eine faire und kostengünstige Bezahllösung.
Bezahlen mit Wirkung VERD.cash ist eine Schweizer Bezahllösung, die aktuell als kostenlose Prepaid-Karte genutzt werden kann.
Für die angeschlossenen Betriebe beträgt die Transaktionsgebühr 0,6 Prozent. Die Hälfte des
Gebührenertrags fliesst in den Gemeindetopf des Wohnorts der zahlenden Person, die andere Hälfte in einen nationalen Topf.
Für Spiez bedeutet das konkret: Bezahlt eine in Spiez wohnhafte Person irgendwo in der Schweiz mit VERD.cash, so fliessen 50% des Gebührenertrags in den Spiezer Gemeindetopf. Je mehr Menschen die Karte nutzen, desto grösser wird das Potenzial für Spiez.
Über die Verwendung der Mittel entscheiden die in Spiez wohnhaften VERD-Genossenschafterinnen und -Genossenschafter. Sie können Projekte vorschlagen und mitbestimmen, welche Vorhaben unterstützt werden. Möglich sind beispielsweise Beiträge an Vereine, kulturelle Angebote oder weitere Initiativen, die der Bevölkerung zugutekommen und ohne diese zusätzlichen Mittel möglicherweise nicht zustande kämen. Ein Gewinn für Gewerbe und Bevölkerung.
«Mit der Unterstützung von VERD.cash setzen wir ein Zeichen für einen starken lokalen
Wirtschaftskreislauf. Aus alltäglichen Zahlungen kann so etwas für die Gemeinschaft entstehen», erklärt die Spiezer Gemeindepräsidentin Jolanda Brunner. Auch der Gewerbeverband Spiez begrüsst die neue Möglichkeit. «Tiefe und faire Zahlungsgebühren sind für unsere Betriebe ein konkreter Vorteil. Gleichzeitig bleibt ein Teil der Gebühren in Spiez, davon profitieren Gewerbe und Bevölkerung», sagt Patrick Jäger, Präsident des Gewerbeverbands Spiez.
Bereits 25 Spiezer Betriebe und Organisationen akzeptieren VERD.cash. Die neue Bezahllösung ist
kein Allheilmittel gegen das «Lädelisterben», aber eine einfache Möglichkeit, mit alltäglichen Zahlungen etwas für das lokale Gewerbe und den Standort Spiez zu bewirken.
Mit fünf Franken mitbestimmen
Wer für einmalig fünf Franken VERD-Genossenschafterin oder -Genossenschafter wird, kann eigene Projektideen eingeben und mitbestimmen, welche Projekte unterstützt werden. «Die breite Beteiligung ist entscheidend:
Je mehr Menschen und Geschäfte mitmachen, desto grösser wird das Potenzial, mit VERD.cash etwas für Spiez zu bewirken», betont Sandra Müller, Verantwortliche der Anlaufstelle Gewerbe Spiez.
So wird aus Bezahlen Mitwirken. Zukünftige Entwicklung von VERD.cash
Damit VERD.cash für noch mehr Menschen zugänglich wird, hat VERD die Entwicklung einer eigenen App gestartet. Bereits diesen Herbst soll eine erste Version mit noch eingeschränkten Funktionen nutzbar sein. Diese werden fortlaufen erweitert, so dass im ersten Semester 2027 eine VERD-App mit allen heute üblichen Funktionen zur Verfügung stehen wird.
Quelle und Bild: Gewerbeverband Spiez und der Spiez Marketing AG














